Vor einigen Tagen haben wir Ihnen Erklärungen zum aktuellen Zollgeschehen zugesandt. Nun hat Donald Trump die offizielle Verkündigung des Inkrafttretens der Zollmaßnahmen auf den 2. April geplant – dem „Liberation Day“ der USA. Unserer Ansicht bleibt somit das Schwankungspotential der Märkte hoch!

Somit hinterlässt der amerikanische Präsident Spuren am Finanzmarkt, allerdings haben auch andere Faktoren im ersten Quartal für Bewegung gesorgt. Die deutschen Fiskalmaßnahmen bewirkten einen Anstieg der 10jährigen Staatsanleihenzinsen. Deutschland muss also – zumindest scheint es im Moment so – einen höheren Zins als in der Vergangenheit aufbringen, um die Infrastruktur und Verteidigungsausgaben an den Märkten refinanzieren zu können.

Die geplanten Zölle treffen gem. unseren Informationen aus den von uns geführten Telkos der letzten Tage sowohl die Herkunftsländer als auch die USA selbst. Auf China bezogen sind die Erwartungen, dass die Zölle der USA pauschal ansteigen werden (aktuell ca. 40%). Bei der EU dürfte es bei sektorbezogenen Zöllen (Auto/Pharma) bleiben, allerdings deutlich höher als im Moment. Wie auch immer die Zölle am Ende genau aussehen werden, wird das zuvor erwartete Wirtschaftswachstum geringer ausfallen als kalkuliert. Soweit der Status Quo.

Was heißt das nun für Ihr Depot?

Auf Ihre Kapitalanlagen übersetzt bedeutet das im Moment folgendes: in 2025 sind US Aktien derzeit knapp 2stellig im Minus. Techtitel haben zwischen 15 und 20% seit Jahresanfang verloren. Auf Grund der hohen USA und Techgewichtung liegt auch der MSCI World knapp 6% im Minus. Europäische Aktien sind mit durchschnittlich 4-7% im Plus!! Offen gesagt hätte eine – vielleicht nur vorübergehende Abkoppelung des europäischen Aktienmarktes von den USA – in der Form kaum jemand vorhergesagt. Aber im Moment zumindest helfen diese Anlagen in einem Depot als ausgleichender Faktor. Nahezu alle von uns eingesetzten Mischfonds liegen bisher in 2025 im Plus.

Was tun?

Auf Grund der absoluten Unvorhersehbarkeit der Entscheidungen vom US-Präsidenten kann man kaum vernünftige Vorhersagen wagen. Fakt ist, dass oft nach starken Drohungen und Entscheidungen eine komplette Meinungsumkehr erfolgt ist und diese auch auf die jetzigen Entscheidungen eintreten kann. Die damit verbundene Markterholung – die man bei einem jetzigen Verkauf – verpassen würde, nimmt man dann nicht mit. Wir haben es oft geschrieben, Market Timing funktioniert nur glücksweise, aber in der Realität vernichtet man in den allermeisten Fällen die mögliche Rendite in den Depots.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und sind gespannt auf die nächsten Handelstage und stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Ihr SchrammFinanz Team